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Boogaloo

Der Legende nach war der Boogaloo die Schöpfung afroamerikanischer und afrokaribischer Musiker, die in Harlem in direkter Nachbarschaft lebten, zusammen feierten und ihre Rhythmen dabei mischten. In diesem Sinne war der Boogaloo eine Fusion aus Rock and Roll, Bomba und Son. Viele Musiker gaben an, vor allem vom Rhythm & Blues beeinflusst worden zu sein. Die Bezeichnung „Boogaloo“ ist dabei eine Ableitung von „Boogie-Woogie“.

Die bekanntesten Boogaloo-Musiker waren Pete Rodriguez (Pete´s Boogalu, I like it like that, Micaela), José Calderón (Künstlername: Joe Cuba Bang, bang, bang), Ricardo Ray (Jala, Jala y Boogaloo) und Johnny Colón. Jala, Jala y Boogaloo (1967) war zugleich auch die erste LP mit der Bezeichnung „Boogaloo“ im Titel. Vorläufer des Boogaloo war 1965 Watusi von Ray Barretto.

Es ist schwer zu sagen, was einen Jazz-Perkussionisten wie Ray Barretto oder einen Konservatoriums-Pianisten wie Ricardo Ray veranlasst haben mag, eine Musikrichtung wie den Boogaloo zu entwickeln. Möglicherweise war es der Versuch, an die große Zeit der lateinamerikanischen Tanzmusik in den 1950er Jahren anzuknüpfen und die alten Rhythmen Son, Bolero, Guaracha wieder salonfähig zu machen, der alles dominierenden anglo-amerikanischen Rock- und Popmusik einen lateinamerikanischen Kontrapunkt entgegenzusetzen und damit zugleich kommerziell erfolgreich zu sein.

Die alten Charanga-Orchester und Latin Big Bands wurden dazu erheblich reduziert: Calderón beschränkte sich mit seinem „Joe Cuba Sextet“ auf gerade einmal sechs Musiker: Gesang, Bass, Piano, Vibraphon und eine Kombination aus Timbales und Congas. Diese Rhythmus-Mischung wurde richtungsweisend für den neuen Klang des Boogaloo und darüber hinaus bis hin zum Salsa. Nach dem Vorbild des Twist, der Anfang der 1960er Jahre im Süden der USA sehr populär war, sollte der Boogaloo schnelle, gut tanzbare Rhythmen beherbergen. In seiner Anfangszeit hatte die Musik dabei oft einen experimentellen Charakter mit viel Improvisation aus dem Latin Jazz (siehe zum Beispiel Son, Cuero y Boogaloo von Ray Barretto – 1966).

Der Boogaloo wurde zum kommerziellen Erfolg einem amerikanischen Publikum vorgestellt, das mit lateinamerikanischen Rhythmen wenig vertraut war. Dazu gehörten neben dem reduzierten Rhythmus auch englischsprachige Texte. Im Lied „El pito“ von Joe Cuba gibt es zwei Refrains in spanisch und englisch: singt der Chor zunächst noch „Asi se goza“ ändert sich dies dann in „I´ll never go back to Georgia, I´ll never go back“. Dies war bis dahin neu; der Boogaloo wurde zunehmend in Englisch gesungen. Dabei bestach er vor allem durch seinen Slang und seinen einfachen Aussagegehalt: „Push, push – Bang, Bang, bang“ und „Yeah, Yeah“ (alle von Joe Cuba).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Boogaloo

Demo: http://www.youtube.com/watch?v=C-nuITdtE1w

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