Boogie-Woogie – Lebensfreude, Rhythmus und jede Menge Schwung
Boogie-Woogie ist Lebensfreude auf der Tanzfläche. Mit seiner abwechslungsreichen Fußarbeit, schwungvollen Drehungen und der engen Verbindung zur Musik begeistert dieser Paartanz durch Energie, Spontaneität und seinen ganz besonderen Charme.
Dabei muss Boogie-Woogie keineswegs immer schnell sein. Von entspanntem Swing und Blues bis zum rasanten Rock ’n’ Roll kann der Tanz ganz unterschiedliche Gesichter zeigen. Entscheidend ist vor allem eines: die Musik gemeinsam zu erleben und sie im Tanz auszudrücken.
Die Entstehung des Boogie-Woogie
Die Wurzeln des Boogie-Woogie liegen in der afroamerikanischen Swing-Tanzkultur der USA. In den 1920er- und 1930er-Jahren entstanden Tänze wie der Lindy Hop, die sich durch ihre Freiheit, Improvisation und eine intensive Verbindung zur Musik auszeichneten.
In den 1940er-Jahren entwickelten sich daraus weitere Tanzformen. Amerikanische Soldaten brachten die Swing-Tänze während und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Europa. Hier wurden sie begeistert aufgenommen und weiterentwickelt. Vor allem in den 1950er-Jahren, als Rhythm & Blues und Rock ’n’ Roll immer populärer wurden, erlebte diese Art des Tanzens einen großen Aufschwung.
In Europa etablierte sich schließlich der Name Boogie-Woogie für eine eigene Form des Swing-Tanzes.
Wie wird Boogie-Woogie getanzt?
Boogie-Woogie ist ein geführter Paartanz, bei dem die Tanzenden nicht an eine festgelegte Choreografie gebunden sind. Figuren und Bewegungen werden spontan miteinander kombiniert und passend zur Musik getanzt.
Typisch ist die lebendige und vielseitige Fußarbeit. Während die Füße mit schnellen Schritten und rhythmischen Variationen beschäftigt sein können, wirkt der Oberkörper häufig erstaunlich locker und entspannt.
Eine wichtige Grundlage ist der 6-Count-Grundschritt. Daraus lassen sich zahlreiche Figuren, Drehungen und Variationen entwickeln. Mit zunehmender Erfahrung spielt die Interpretation der Musik eine immer größere Rolle.
Musik hören – Musik tanzen
Das Besondere am Boogie-Woogie ist seine ausgeprägte Musikalität. Die Musik gibt nicht nur das Tempo vor – sie inspiriert den gesamten Tanz.
Pausen, Akzente, Instrumente oder überraschende Veränderungen in einem Musikstück können von den Tanzenden aufgenommen und unmittelbar in Bewegung umgesetzt werden. Dadurch entsteht jeder Tanz neu und kann ganz anders aussehen als der vorherige.
Getanzt wird unter anderem zu Swing, Boogie-Woogie, Rhythm & Blues, Jump Blues, Rockabilly und Rock ’n’ Roll. Dabei reicht das Spektrum von gemütlichen und groovigen Titeln bis zu ausgesprochen schneller Musik.
Boogie-Woogie oder Rock ’n’ Roll?
Auch wenn beide Tänze eng miteinander verwandt sind, gibt es deutliche Unterschiede.
Beim sportlichen Rock ’n’ Roll fallen besonders der gesprungene Grundschritt, die Kicks und spektakuläre Akrobatik auf. Boogie-Woogie wird dagegen flacher und stärker aus der natürlichen Bewegung heraus getanzt.
Im Mittelpunkt stehen hier vor allem Fußarbeit, Führen und Folgen, Improvisation und die Interpretation der Musik. Akrobatische Elemente können vorkommen, sind aber nicht das Wesentliche des Tanzes.
Social Dance und Tanzsport
Eine besondere Stärke des Boogie-Woogie ist seine Vielseitigkeit. Er funktioniert wunderbar als Social Dance – also einfach aus Freude am gemeinsamen Tanzen – und gleichzeitig als anspruchsvoller Turniertanz.
Beim freien Tanzen geht es darum, gemeinsam Spaß an der Musik zu haben, miteinander zu kommunizieren und spontan neue Bewegungen entstehen zu lassen. Im Turniersport kommen hohe Anforderungen an Technik, Schnelligkeit, Körperbeherrschung und musikalische Interpretation hinzu.
Für wen ist Boogie-Woogie geeignet?
Für alle, die mit einem Lächeln auf der Tanzfläche stehen möchten!
Man muss weder besonders sportlich sein noch bereits Tanzerfahrung besitzen. Die Grundlagen lassen sich Schritt für Schritt erlernen. Mit wachsender Erfahrung kommen neue Figuren, Variationen und Möglichkeiten hinzu, die Musik immer individueller zu interpretieren.
Und das Schöne daran: Boogie-Woogie kann entspannt oder temperamentvoll, einfach oder anspruchsvoll getanzt werden. So findet jedes Paar seinen eigenen Stil.
Boogie-Woogie bedeutet Lebensfreude, Rhythmus und Improvisation – Musik hören, den Takt spüren und gemeinsam einfach lostanzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Boogie-Woogie_%28Tanz%29
Demo: https://www.youtube.com/watch?v=axFUMzza2M4
https://www.youtube.com/watch?v=0J7ke5Pt8po